Einen sicheren Schutz vor Zecken gibt es nicht.
Aber man kann einiges tun, um Zeckenstiche zu vermeiden.

Zecken sitzen hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern. Macht ein potenzieller Wirt durch Geruchsreize, Lichtveränderung oder Vibrationen auf sich aufmerksam, hält sich die Zecke an ihm fest, sobald er sie berührt.
Anschließend krabbelt sie oft mehrere Stunden am Körper umher, bis sie eine passende Einstichstelle gefunden hat.
Bevorzugt wird die etwas feuchte, warme und gut durchblutete, dünne Haut; beim Menschen die Kniekehlen, der Haaransatz, die Leistenbeuge, die feine Haut hinter den Ohren.

- Sich nie direkt ins Gras setzen
- Helle Kleidung wählen - auf ihr lassen sich Zecken gut erkennen
- Geschlossene Kleidung tragen: lange Ärmel, lange Hosen - Socken über die Hose ziehen
- Zu Hause: Körper nach Zecken absuchen
- Insektenabweisende Mittel; helfen aber nur kurzzeitig – kein sicherer Schutz

Impfung?
Gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Schutzimpfung möglich. Allen Bewohnern von Risikogebieten sowie Reisenden dorthin, wird sie von den Gesundheitsbehörden empfohlen. In Deutschland liegen die gefährdeten Gebiete in Baden-Württemberg, Bayern, in Teilen von Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen » mehr Infos

Zecken

gehören zu den Milben und sind blutsaugende Parasiten und Krankheitsüberträger.

Beim Saugvorgang schafft das Tier mit den Mundwerkzeugen eine Wunde, indem Gewebe mit kleinen Blutkapillaren aufgerissen wird.

Dabei gibt die Zecke Speichel in die Wunde ab, um eine Blutgerinnung zu unterdrücken und einen Wundverschluss zu verhindern.
Entzündungshemmende und schmerzlindernde Stoffe vermeiden eine Abwehrreaktion des Opfers.

Hat sich die Zecke bei einer vorangegangenen Nahrungsaufnahme infiziert, gibt sie die
Krankheitserreger (Viren, Bakterien, etc.) über den Speichel weiter, ohne dabei selbst zu erkranken.

Die Zecke saugt das Blut in ihren Darm, der so dehnbar ist, dass eine vollgesaugte Zecke bis zu 200 mal so viel wiegen kann, wie eine hungrige.

Nach Beendigung ihrer Mahlzeit fällt sie von ihrem Wirt ab und Weibchen suchen anschließend eine geschützte Stelle am Boden, um ihre Eier abzulegen.  

Zecken übertragen aufgrund ihrer Lebensweise häufig Krankheitserreger zwischen den Wirten, ohne jedoch selbst zu erkranken.

Die bekanntesten Krankheiten:

- Borreliose: Im Falle einer Infektion kann das Bakterium Borrelia burgdorferi jedes Organ, das Nervensystem und die Gelenke sowie das Gewebe befallen » mehr Infos

- Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)  
  Die durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit kann zu einer Hirnhaut-Entzündung führen » mehr Infos

Weitere Krankheiten:

Weitere, eher seltene Krankheiten, die weltweit von Zecken übertragen werden können:

- Q-Fieber
- Babesiose
- Tularämie
- Boutonneuse-Fieber
- Fleckfieber
- Krim-Kongo-Fieber

Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion.

Für eine Übertragung von Borrelien muss eine Zecke mehrere Stunden saugen, eine FSME-Infektion findet schneller statt.

Hilfreiche Werkzeuge sind:

- Pinzette
- Zeckenzange
- Zeckenschlinge
- Zeckenkarte

Wenn Sie die Zeckenkarte benutzen, sollten Sie die Zecke dicht über der Haut fassen und gleichmäßig herausziehen.